Vatertag
Machen wir uns nichts vor: das ist der Vatertag in seiner reinen, ungeschminkten Darstellung.
Machen wir uns nichts vor: das ist der Vatertag in seiner reinen, ungeschminkten Darstellung.
Ihr wisst Bescheid: am Sonntag stehen wieder Pest und Cholera zur Wahl. Manche, so auch der Hausmeister, sehen eine demokratische Wiederbelebungschance in den Freibeutern (“Ein Landtag mit Piraten ist wie eine Schwarzwaldklinik mit echten Ärzten“), aber das ist bekanntlich jedem selbst überlassen. Es steht auch jedem frei, überhaupt nicht zur Wahl zu gehen. Das allerdings ist nix gut. Denn es gibt eine Alternative, die es den Verweigerern zumindest ermöglicht, auf sich aufmerksam zu machen: die Ungültigmachung des Wahlzettels.
Wer also partout kein Kreuz machen will oder kann, sollte zumindest zu diesem Mittel greifen. Malt das Haus vom Nikolaus quer über den Abstimmungsbogen, oder meinetwegen einen Pimmel, eine Sonne oder ein Blümchen. Oder zitiert aus dem Dissertations-Vorwort des Kanzlers der Bildzeitungsleser, Graf Googleberg, denn Sonntag ist ein weiterer abstruser “Kairos” dieser unserer Demokratur erreicht.
Bewegte Bilder mit unverfälschtem O-Ton: Mutti
Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll…
Weiter unten hat es Euer Hausmeister schon mal angedeutet. Hermann Wilms hatte die wunderbare Idee, das Moskito im Netz weiterleben zu lassen. Zwar ist shrynah.de absolut facebookfreie Zone (inkl. dem anderen “Mediensozialkram”), aber fürs Moskito wird gerne eine Ausnahme gemacht.
Schaut mal rein. Die Fotos sind ebenso schön, wie herzzerreißend.
Stetig ist der Wandel. Gestern waren wir noch Arbeitnehmer, Mitarbeiter oder einfach nur Kollegen. Heute sind wir Humankapital, humane Ressourcen, was den Umstand des Abbaus bereits in sich trägt. Demnach sind wir im Alter nicht einfach alt, sondern als Rohstoffquelle erschöpft. Weiterer Raubbau rechnet sich nicht.
Noch tolldreister entwickelt sich unsere Warenwelt, wie eine tagesfrische dpa-Meldung zeigt:
Düsseldorf (dpa) – Nach dem Dioxinfund in den Bio-Eiern eines nordrhein-westfälischen Erzeugers ist das Gift jetzt auch bei zwei kleinen Direktvermarktern in Duisburg gefunden worden. Es handele sich um einen Direktvermarkter mit 120 Bio-Hennen und einen weiteren Betrieb mit 150 Legehennen.
Oha, es gibt also Biohennen! Nicht, was wir bisher dachten: Kunsthennen im Echtfeder-Mantel, Plastikviecher aus biologisch(!) abbaubarem Kunststoff, keine essbaren Wegwerfprodukte aus industrieller Fertigung, nein: echte BIOHENNEN! Die naturidentische BIOEIER legen! Da hat die Echthenne sicher blöd geguckt, als sie dieser Viecher gewahr wurde. Geht dem Gemüse ja genau so. Früher noch schnödes Naturprodukt, muss es nun mit BIOGEMÜSE konkurrieren. Das ist ein hartes Los, und es wird sich noch erweisen, ob echtes Gemüse oder die Biovariante in der natürlichen Auslese obsiegt.
Wolf Schneider, wortgewaltiger und im Alter zunehmend meinungsstarker Sprachkritiker, gleichwohl anerkannter Journalisten-Ausbilder, ließ sich selbst sagen: “Wer Fremdwörter verwendet, zeigt damit nur, dass er die deutsche Sprache nicht beherrscht.”
Der Hausmeister meint: Dieser Ausspruch dürfte in keinem Feuilleton erscheinen. Wenn man ihn ernst nähme.
Dank der wunderbaren Initiative von Hermann Wilms fielen dem Hausmeister ein paar Fotos in die Hände.
Pacta sunt servanda. Ein uralter Grundsatz und Grundlage privaten wie öffentlichen Rechts. Eisern und unerschütterlich wird der vertreten, wenn der Kleinbürger auf den Beamten trifft. Im ganz großen Maßstab, sagen wir beim Lissabon-Vertrag, wird er fröhlich gebrochen; aber wehe, der 08/15-Mensch regt eine geringe Aufweichung gewiss nicht gottgegebener Öffnungszeiten an.
Lange Rede, kurzer Sinn: der Hausmeister war heute “auffem Amt” und ist an sage und schreibe 6min gescheitert. Wenngleich er sein Begehr im ganztägig besetzten Büro wenigstens vortragen durfte, wurde die offizielle Öffnungszeit von zwei Bediensteten erbittert verteidigt. 6min Überschreitung. Nichts zu machen. Da lässt der deutsche Beamte nicht mit sich reden. Der Hausmeister zog unverrichteter Dinge von dannen. :-(
“Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen sich selten mit einem anständigen Charakter.” (Konfuzius)
Und jetzt mal scharf nachdenken – denn wie sagt ein türkisches Sprichwort:
“Gute Freunde reden scharf.”
Da war’ma dabei: Fotografenmeister Stefan Weimbs von Foto Weimbs-Bork in Viersen-Süchteln zeigt, wie’s gemacht wird.
Danke, Deerns! :-)
Ansehen & handeln. Nie wieder Nazis!
Glaube ich nicht. Habe ich nie geglaubt. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.
Es gab – in besseren Zeiten als diesen – einen Gelegenheitsgaleristen, der nebenbei ein Friseurgeschäft betrieb. Dort fand vieles statt: Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und nicht zuletzt gemütliches Abhängen. Der Erfolg dieses kunst- und kulturbeflissenen Machers entsprang seiner Beliebtheit bei jung und alt, arm und reich, dick und doof. Man musste ihn einfach gern haben, denn er hatte irgendwie jeden gern. “Sympathiebolzen” ist hier nicht das richtige Wort; er war schlicht ein durch und durch freundlicher Mensch, ohne Ansehen der Person.
Der Hausmeister erstand bei einer der Ausstellungen die unten abgebildete Plastik. Bis heute liebt er sie heiß und innig, weil sie so “wahr” ist. Auf eine Besprechung wird hier aus Platzgründen verzichtet, aber womöglich nachgeholt. Heute soll dieser Eintrag allein an Olaf erinnern – so der Name des freundlichen Menschen, der weder sektiererisch, noch arrogant, und schon gar nicht als eingebildetes, selbstverliebtes oder größenwahnsinniges Arschloch daherkam. Ein Vorbild für viele – aber leider nicht für alle.
Daten lügen nicht. Das gesteht auch die FAZ ein und veröffentlicht das Ergebnis einer – mittlerweile geschlossenen – Umfrage:
Ein vertrautes Gespräch – das ein solches bleiben soll – brachte den Hausmeister dazu, in seiner Erinnerungskiste zu kramen. Das Thema der Verblödung der Massen ist ein altes, und so wurde er auch schnell fündig. Mal sehen, ob daraus jemand “schlau” wird…
Hier sehen wir einen echten Freak beim Apple’n. Die Versuchsanordnung dient der Ablichtung des DIN4-Blatts (rechts vom Boiler) mittels Webcam. Kenner wissen, dass nur einer auf eine solche Idee kommt…